Grabenbruch

Erzbischof Lefebvre hat seine „Piusbruderschaft“ auf einem großen Spalt und einem tiefen Riß errichtet. Ein Grabenbruch sozusagen, der sich infolge der „tektonischen Spannungen“ zwischen zwei widersprüchlichen Extremen auftut: „Recognize and Resist“. Dieser höchst unruhige Grund führt immer wieder zu Verwerfungen oder Verschiebungen, die bisweilen ein Erdbeben auslösen können. Die noch recht kurze Geschichte der „Piusbruderschaft“ ist voll von solchen Erdbeben, die immer wieder zu Abspaltungen bald in die eine, bald in die andere Richtung führten.

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Protestantismus in katholischer Maskerade

Louie Verrecchio hat einen geharnischten Artikel geschrieben mit dem provokanten Titel: „The Trad Movement: Protestantism in drag“. Wir verzichten auf eine Übersetzung dieses Titels, da er erstens jedem verständlich sein sollte und zweitens etwas anrüchig ist. Angelehnt an die Rede Brandmüllers von der „Naturreligion in christlicher Maskerade“ würden wir ihn frei formulieren als: „Die Tradi-Bewegung: Protestantismus in katholischer Maskerade“. (Ein solcher Ausdruck paßt auch besser zum bevorstehenden „Fasching“.) Diese Einsicht freut uns, denn wir sagen schon lange, daß der moderne „Traditionalismus“ nichts anderes ist als Protestantismus, der sich „katholisch“ gibt, sogar ganz ausnehmend „katholisch“. Das aber ist nur Verkleidung.

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Betrug und Wahrheit

Die „Gebetsoktav für die Einheit der Christen“, die morgen wieder beginnt und heutzutage mit großem Eifer im Sinne des falschen „Ökumenismus“ begangen wird, hat ursprünglich eine ganz andere Bedeutung. Sie geht zurück auf eine Initiative, die vor allem um die Rückkehr der Anglikaner zur katholischen Kirche bemüht war, wurde vom heiligen Papst Pius X. 1909 approbiert und von Papst Benedikt XV. 1916 auf die ganze Kirche ausgedehnt. Worum es den Initiatoren ging, zeigen schon die Daten, denn die Gebetswoche reicht vom 18. Januar, dem – von „Johannes XXIII.“ später „abgeschafften“ – Fest der Stuhlfeier Petri, bis zum 25. Januar, dem Fest der Bekehrung des heiligen Apostels Paulus.

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Das Versagen der „konservativen“ Bischöfe

Atila Sinke Guimaraes verfaßte anläßlich des Jubiläums zum Ende des „II. Vatikanums“, das sich am vergangenen 8. Dezember zum 60. Male jährte, eine Würdigung auf traditioninaction.org mit dem Titel „How Vatican II could have been stopped“ – Wie das „II. Vatikanum“ hätte gestoppt werden können. Der konkrete Anlaß war ein Dokument, das erst diesen Dezember öffentlich gemacht wurde, und das einige Tatsachen bestätigt, die fast niemand kennt.

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