Wohlfühlseele

Jeder Prediger, aber auch jeder religiöse Schriftsteller, steht beständig vor einer schweren Aufgabe, nämlich den „alten“ Glauben in einer „neuen“, einer „zeitgemäßen“ Sprache auszudrücken. Dabei unterliegt er ungewollt der Versuchung, aus dem „alten“ Glauben einen „modernen“ zu machen, also mit der Sprache auch unmerklich den Inhalt zu verändern. Diese inhaltliche Veränderung ist nicht immer sofort und leicht erkennbar, weshalb das Predigen oder Schreiben in einer modernen Sprache insofern immer eine Gefahr darstellt. Hinzu kommt noch, daß besonders der katholische Glaube

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Vorweihnachtliche Gedanken

Der Weg vom ersten Advent bis zum hochheiligen Weihnachtsfest ist ein langer Weg und wohl heutzutage zudem ein mühsamerer Weg als je zuvor. Wie viele ernste Sorgen quälen unsere Herzen, wie viel Unsicherheit lastet auf unserem Gemüt! Was wird morgen sein? Wer weiß es? Auch wenn wir keine Propheten sind, weiß doch jeder: Wir leben in einer äußerst schweren Zeit, einer recht notvollen Zeit, geistig noch mehr als materiell. Kommt das nicht besonders daher, daß wir unseren Herrn Jesus Christus

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Das Ökumenische Konzil (2)

In unserer Reihe mit Texten zur Bedeutung der allgemeinen Konzilien für die Kirche folgt ein Beitrag von Matthias Joseph Scheeben über das allgemeine Konzil und die Wissenschaft. Die katholische Kirche ist einmalig, und sie ist deshalb auch unvergleichlich – und das nicht nur, weil sie eine von Gott gegründete Gemeinschaft ist, sondern zudem weil sie eine wesentlich göttliche Aufgabe zu erfüllen hat, nämlich den Völkern die göttliche Wahrheit zu lehren und sie durch die Vermittlung der heiligmachenden Gnade und aller

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Vom guten Tod

Die Heiligen sind die klarsichtigsten Menschen, wohingegen die Weltmenschen, die sich so klarsichtig und aufgeklärt vorkommen, erschreckend blind sind. Diese Tatsache wird offenbar, wenn es um den Tod geht. Der Tod ist nüchtern gesehen einfach eine Tatsache, denn jeder Mensch muß einmal sterben, was auch jeder Mensch weiß. Dennoch wollen die meisten Menschen diese Tatsache nicht tatsächlich anerkennen, d.h. sie leben so, als bräuchten sie niemals sterben, was doch eine große Torheit ist, ein äußerst bedauerlicher Selbstbetrug, der weitreichende Konsequenzen hat, Konsequenzen,

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