Aufgrund der Modernismuskrise hat sich eine Gruppe von Gläubigen gebildet, die entgegen den modernistischen Neuerungen am „alten“ Glauben, an der sog. Tradition festhalten wollten. Je nach Verhältnis zum modernistischen Rom hat sich diese Gruppe im Laufe der Zeit aufgespalten und jede Gruppe hat allmählich ihr eigenes Traditionsverständnis formuliert. Welche Berechtigung haben diese Gruppen und welche Gefahren für den katholischen Glauben birgt diese Entwicklung in sich?

Schuster bleib bei deinem Leisten

Der traditionalistische Blätterwald ist ein recht bunter geworden – und zudem ein kahler, denn immer mehr leere Gedanken beherrschen ihn. Er gleicht eher einem Wald im Spätherbst als im Sommer. Die meisten Blätter sind welk geworden und abgefallen. Ein recht trostloses Bild der Vergänglichkeit alles Irdischen. Es ist meist recht mühsam, sich durch die am Boden liegenden Blätterhaufen zu wühlen, um da und dort ein besonders interessant gefärbtes Blatt auszulesen. Eigentlich würde man viel lieber anderes, besseres tun, denn selbst

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„Cursed Coins“ – „Verfluchte Münzen“

Es ist eine Tatsache, die leider weder allgemein noch hinreichend anerkannt wird: Der Katholik hat es heutzutage grundsätzlich ganz besonders, ja außerordentlich schwer, will er nüchtern und ganz konsequent seinen hl. Glauben verteidigen. Viele nehmen zwar das Phänomen wahr, erkennen aber nicht den entscheidenden Grund dafür. Letztlich hat dieser Mangel an klarer Einsicht in den jetzigen Stand der kirchlichen Dinge zur sog. Bewegung der Tradition geführt. Die „Bewegung der Tradition“ und ein Pluralismus der Lehren An sich ist es für

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Wohlfühlseele

Jeder Prediger, aber auch jeder religiöse Schriftsteller, steht beständig vor einer schweren Aufgabe, nämlich den „alten“ Glauben in einer „neuen“, einer „zeitgemäßen“ Sprache auszudrücken. Dabei unterliegt er ungewollt der Versuchung, aus dem „alten“ Glauben einen „modernen“ zu machen, also mit der Sprache auch unmerklich den Inhalt zu verändern. Diese inhaltliche Veränderung ist nicht immer sofort und leicht erkennbar, weshalb das Predigen oder Schreiben in einer modernen Sprache insofern immer eine Gefahr darstellt. Hinzu kommt noch, daß besonders der katholische Glaube

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Nur keine Polemik!

Auch die Welt der Traditionalisten und Konservativen ist von der Moderne angekränkelt. Das überrascht in keiner Weise, hatten sich diese doch tatsächlich eingebildet, sie könnten einfach unbehelligt neben oder sogar in den modernistischen Institutionen die Tradition aufrechterhalten – wobei sie sich gar keine Rechenschaft darüber ablegten, welche Tradition das eigentlich sei und sein sollte. Darin kommt schon eine recht auffällige Geisteshaltung zum Vorschein, die einen erstaunlichen Mangel an Sachlichkeit verrät.

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Not macht erfinderisch

Das “Coronavirus” und die daraus folgende „Coronakrise“ sind in aller Munde und vereinnahmen beinahe alle Gedanken der meisten Menschen. Da wundert es einen nicht, daß auch allmählich individuelle Lösungsansätze aufgezeigt werden, denn Not macht erfinderisch. Das betrifft nicht nur den Gesundheitssektor – so war etwa kürzlich von selbstgebastelten Gesichtsmasken die Rede –, sondern auch die Religion. Wobei man zugeben muß, daß bei aller Not recht wenig über Gott gesprochen wird.

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