Aufgrund der Modernismuskrise hat sich eine Gruppe von Gläubigen gebildet, die entgegen den modernistischen Neuerungen am „alten“ Glauben, an der sog. Tradition festhalten wollten. Je nach Verhältnis zum modernistischen Rom hat sich diese Gruppe im Laufe der Zeit aufgespalten und jede Gruppe hat allmählich ihr eigenes Traditionsverständnis formuliert. Welche Berechtigung haben diese Gruppen und welche Gefahren für den katholischen Glauben birgt diese Entwicklung in sich?

Wahrheitsliebe

Am 7. März begeht die Kirche das Fest des heiligen Thomas von Aquin, ihres wohl größten Kirchenlehrers. „Der hl. Thomas lebte noch in einer anderen Welt als der unsrigen“, heißt es in dem Beitrag „Ein kurzer Blick auf den hl. Thomas von Aquin“ in der 22. Ausgabe der Zeitschrift „Antimodernist“ vom Juli 2019 (S. 10). Was war so anders an dieser Zeit? Vor allem wohl dies, daß man ein allgemeines Interesse an der Wahrheit voraussetzen konnte, was heute in keiner

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Wahnsinn hoch drei

Jeder noch mit einigermaßen gesundem Menschenverstand ausgestattete Zeitgenosse empfindet es als recht mühsam, sich Tag für Tag inmitten einer geballten Ladung von Unvernunft zurechtzufinden und zu bewähren. Egal ob im gesellschaftlichen oder im kirchlichen Bereich, das Normale ist schon lange keine feste, geltende Norm mehr, sondern immer mehr Ausnahme. Alles ist ergebnisoffen oder „wertfrei“ geworden, wenigstens theoretisch, weshalb sich immer weniger getrauen, Klartext zu reden. Es blüht die Kunst des Nichtssagens beim Vielsagen. Vor allem die Politiker haben diese zweifelhafte

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Wahnsinn hoch zwei

Es ist schon äußerst bedenklich, wenn in einer Gesellschaft ein Wahnsinn als solcher nicht mehr wahrgenommen, sondern für normal ausgegeben und auch dafür gehalten wird. Da wird das Leben allmählich unheimlich. Denn wie sollen dann noch die normalen und notwendigen Dinge richtig gesehen werden, wenn der Wahnsinn gleichberechtigt neben ihnen steht? Wie soll der Wahnsinn vom Normalen unterschieden werden? Und wie soll man sich sodann gegen den Wahnsinn schützen, wenn er immer noch mehr Akzeptanz gewinnt und immer noch mehr

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Pecunia non olet

„Pecunia non olet.“ Die meisten haben die Redewendung sicherlich schon einmal gehört, wenn auch nicht im lateinischen Original: „Geld stinkt nicht!“ Diese Ansicht vertreten all jene, die an irgendein Geld kamen, das aus unsauberen Einnahmequellen stammt. Sie meinen, es sei egal, woher das Geld ursprünglich kommt, wenn es nur jetzt nutzbringend verwendet wird – ähnlich dem vielmißbrauchten Sprichwort: „Der Zweck heiligt die Mittel“. Wobei „nutzbringend“ wiederum einen ziemlich weiten Spielraum eröffnet, ist doch der Geruchssinn nicht bei jedem gleich ausgebildet.

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Contra Athanasium

Bereits im Frühjahr dieses Jahres hat „Weihbischof“ Athanasius Schneider eine umfangreiche Arbeit verfaßt mit dem Titel „Über die Fragestellung eines häretischen Papstes“. Zuerst „in englischer Sprache“ auf „Rorate Caeli“ erschienen, wurde eine deutsche Übersetzung, „von S.E. Bischof Schneider authorisiert [!]“, auf „kath.net“ veröffentlicht. Diese scheint zunehmend in interessierten Kreisen zum „Sedisvakantisten-Hammer“ zu avancieren, weshalb wir uns genötigt sehen, erneut und ausführlich auf die Ausführungen des „Weihbischofs“ einzugehen, damit nicht noch ungefestigte Konvertiten durch ihn verunsichert werden.

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