Die katholische Theologie ist ganz und gar übernatürlich. Da der Modernismus letztlich diese Übernatur leugnet, muß er ein ganz anderes System entwickeln, das freilich sprachlich zunächst noch sehr an die katholische Theologie angelehnt war und sich erst allmählich in Gegensatz zur katholischen Sprechweise setzte. Hieraus ergibt sich ein weites Arbeitsfeld für den Katholiken, wenn er den Modernismus wirklich aufarbeiten will – und sich vor unbewußt eingenommenen modernistischen Positionen schützen will.

Wie weit ist es in der Nacht?

Es ist uns eine große Freude, zum Sonntag “Gaudete” unseren Lesern erneut eine Abhandlung des ausgezeichneten Theologen Anton Holzer vorlegen zu dürfen: “Die katholische Glaubensregel und der Kanon des hl. Vinzenz von Lérins. Über eine unter Traditionalisten verbreitete Irrlehre”. In der Tat wird in diesen Kreisen, wie Anton Holzer aufzeigt, der sog. “Kanon des hl. Vinzenz von Lérins” weithin mißverstanden und mißbraucht, um eine verbreitete Irrlehre über die katholische Glaubensregel zu bemänteln.

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Natur und Gnade und die Lehre vom Limbus

1. Unsere heutige, im Naturalismus versunkene Zeit tut sich schwer damit, Übernatur überhaupt noch wahrzunehmen, geschweige das Verhältnis von Natur und Gnade richtig zu fassen. Da wird dann selbst unter den noch verbliebenen guten Katholiken etwa eine Aussage wie diese: die Philosophie sei die Magd der Theologie, als eine unzulässige Einschränkung und Degradierung der Philosophie aufgefaßt.

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Die Gültigkeit der “Neuen Weihen”

Auf vielfachen Wunsch präsentieren wir hier eine Studie über die durch Paul VI. „erneuerten“ Priester- und Bischofsweihen. Die Arbeit entstand bereits vor mehr als zehn Jahren, ist aber in ihren Aussagen von bleibender Geltung, wenngleich inzwischen die Forschung noch einige neue Ergebnisse gebracht hat, welche die Zweifel an der Gültigkeit der „Neuen Weihen“ erheblich verstärken.

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Von Heiligen

Die konzilskirchlichen Selig- und Heiligsprechungen stellen den Katholiken heute vor ein nicht geringes Problem. Nicht nur, daß die Zahl der Beatifikationen – wohl im Sinne der „Allerlösung“ – in den letzten Jahrzehnten so inflationär angewachsen ist, daß man völlig den Überblick verloren hat (vielleicht wäre es allmählich einfacher und übersichtlicher, nicht zu erklären, wer heilig oder selig ist, sondern wer es nicht ist…), es ergibt sich auch die Schwierigkeit, daß sich unter den solcherart „Kanonisierten“ auch etlliche befinden, die der

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