Die katholische Theologie ist ganz und gar übernatürlich. Da der Modernismus letztlich diese Übernatur leugnet, muß er ein ganz anderes System entwickeln, das freilich sprachlich zunächst noch sehr an die katholische Theologie angelehnt war und sich erst allmählich in Gegensatz zur katholischen Sprechweise setzte. Hieraus ergibt sich ein weites Arbeitsfeld für den Katholiken, wenn er den Modernismus wirklich aufarbeiten will – und sich vor unbewußt eingenommenen modernistischen Positionen schützen will.

Das Geheimnis der heiligsten Dreifaltigkeit

Mit dem Dreifaltigkeitssonntag vollendet die hl. Liturgie ihre dramatische Darstellung der Offenbarung über die Wirklichkeit Gottes und unseres Heils: Über den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist gelangen wir zum Bekenntnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Darin gipfelt unser christlicher Glaube, weil durch die Menschwerdung des Sohnes dieses innerste und größte Geheimnis Gottes den Menschen kund gemacht wurde. Arnold Janssen ist davon überzeugt: „Je tiefer ein Mensch in Christus ruht, desto klarer schaut er Ihn als die zweite göttliche Person,

Weiterlesen

Wahrheitsliebe

Am 7. März begeht die Kirche das Fest des heiligen Thomas von Aquin, ihres wohl größten Kirchenlehrers. „Der hl. Thomas lebte noch in einer anderen Welt als der unsrigen“, heißt es in dem Beitrag „Ein kurzer Blick auf den hl. Thomas von Aquin“ in der 22. Ausgabe der Zeitschrift „Antimodernist“ vom Juli 2019 (S. 10). Was war so anders an dieser Zeit? Vor allem wohl dies, daß man ein allgemeines Interesse an der Wahrheit voraussetzen konnte, was heute in keiner

Weiterlesen

Geist-Christologie

„Rore Sanctifica“ nennt sich ein „Internationales Komitee für wissenschaftliche Forschungen über die Ursprünge und Gültigkeit des Pontificalis Romani“, das von dem inzwischen verstorbenen Pfarrer Paul Schoonbroodt geleitet wurde. Es hat sich zur Aufgabe gesetzt, das von Montini alias „Paul VI.“ nach dem „II. Vatikanum“ neu herausgegebene „Pontificale Romanum“ zu untersuchen, und das im besonderen Hinblick auf die Gültigkeit der darin enthaltenen Weiheriten.

Weiterlesen

Als Mann und Frau erschuf er sie

1. In der Vorstellung mancher Zeitgenossen erschient das 19. Jahrhundert als die „gute alte Zeit“, eine „Zeit großer Stabilität“, als „alles noch in Ordnung war“. Man denkt an Biedermeier, Romantik, Restauration, und übersieht, daß all das höchstens das letzte Aufflackern gewesen ist vor dem Zusammenbruch. Das 19. Jahrhundert war die Zeit größter Umbrüche auf allen Gebieten, politisch, wirtschaftlich, geistig, in Kunst und Philosophie, Gesellschaft und Kirche.

Weiterlesen
1 2 3
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.