Die moderne Naturwissenschaft ist durchaus nicht so neutral, wie sie sich gewöhnlich gibt. Sie ist vielmehr mit einem bestimmten philosophischen System verbunden und hat heutzutage meist eine atheistische Grundhaltung. Der Modernismus legt ein neues Verhältnis von Glaube und Vernunft zugrunde, wodurch letztlich der Glaube der weltlichen Wissenschaft untergeordnet wird. So meint man, die verschiedenen Konflikte zwischen Glauben und moderner Wissenschaft lösen zu können, obwohl man dem Glauben letztendlich die natürlichen Grundlagen entzieht und ihn entgegen der ursprünglichen Absicht irrational macht. Für eine Katholiken ist es unerläßlich, das rechte Verhältnis von Glaube und Wissenschaft zu verstehen, damit sich nicht unbemerkt sein Begriff des Glaubens verfälscht.

Zum Tod eines Popstars

Der Popstar der Wissenschaftswelt ist tot. Stephen Hawking, der britische Physiker, Erfolgsautor und Wissenschaftsstar, ist am 14. März 2018 in Cambridge im Alter von 76 Jahren gestorben. Keinem anderen Physiker wurde in jüngster Zeit eine solche Aufmerksamkeit zuteil wie diesem, und kein anderer Wissenschaftler ist in einer solchen Weise von den Medien hochgelobt worden wie er.

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Als Mann und Frau erschuf er sie

1. In der Vorstellung mancher Zeitgenossen erschient das 19. Jahrhundert als die „gute alte Zeit“, eine „Zeit großer Stabilität“, als „alles noch in Ordnung war“. Man denkt an Biedermeier, Romantik, Restauration, und übersieht, daß all das höchstens das letzte Aufflackern gewesen ist vor dem Zusammenbruch. Das 19. Jahrhundert war die Zeit größter Umbrüche auf allen Gebieten, politisch, wirtschaftlich, geistig, in Kunst und Philosophie, Gesellschaft und Kirche.

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Bedrohte Wissenschaft

1. Am Samstag in der Osteroktav diesen Jahres wurde in mehreren großen Städten in Europa und Übersee ein „March for Science“ abgehalten, eine Demonstration zugunsten der Wissenschaft. „Weltweit verlieren Wissenschaftler an Autorität“, meldete der SPIEGEL auf seinen Internetseiten, „weil die Menschen sich zunehmend einfachen ‚Wahrheiten‘ zuwenden.“

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Die Starwissenschaftler II

Der Starwissenschaftler dürfte ein typisches Phänomen der Neuzeit sein. Den ersten seiner Zunft, den heute zum Mythos überhöhten Galileo Galilei, haben wir bereits in einem früheren Beitrag behandelt. Er gilt als Typus der klaren, wissenschaftlichen Vernunft, die sich dem finsteren Aberglauben der Religion gegenüber erhebt. Einem seiner modernen Nachfolger wollen wir uns heute zuwenden.

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Die Starwissenschaftler

1. Galileo Galilei Sobald irgendwo das Thema Kirche und (Natur-)Wissenschaft angesprochen wird, wird sicherlich der Name Galilei fallen und sofort auf den „Fall Galilei“ verwiesen werden. Die mehr oder weniger offene Behauptung, die sich hinter dieser Erwähnung Galileis verbirgt, ist, die Kirche sei ganz besonders im finsteren Mittelalter, aber im Grunde immer schon wissenschaftsfeindlich gewesen, weil ihr allezeit daran lag, die Leute dumm zu halten, weshalb sie diese von einem Wissen, das ihr gefährlich werde könnte, versuchte, soweit wie möglich

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