Die Marienverehrung darf für einen Katholiken nicht ein bloßes Anhängsel an seine Frömmigkeit sein. Maria ist in ihrer Würde als Mutter des ewigen Sohnes des Vaters über alle Engel und Heiligen erhoben, sie nimmt eine ganz und gar außerordentliche Stellung im Reich der Gnade sein. Zudem ist ihr für die letzte Zeit, in der wir leben, eine ganz besondere Aufgabe anvertraut: Sie ist das himmlische Zeichen für diese Zeit. Sie ist diejenige, die ihre Kinder durch die große Drangsal führt. Inmitten des großen Abfalls zeigt sie der kleinen Herde den einzigen gehbaren Weg zu Gott – dieser Weg ist Jesus, ihr Sohn, das menschgewordene Wort Gottes. Maria vermittelt uns den wahren Geist der Kirche, da sie die Kirche in wunderbarer Weise immer gültig darstellt, ist sie ja ihr reinstes Abbild. Darum wollen wir auf sie schauen und den Geist ihres Sohnes uns durch sie aneignen, wozu die nachfolgenden Gedanken helfen sollen.

Magnificat

Das Magnificat ist der Lobgesang Mariens bei ihrem Besuch im Hause Elisabeths (Lk 1, 46—55). Es ist ihre Antwort auf den Gruß ihrer Verwandten, die im Lichte des Hl. Geistes Maria als Gottesmutter erkennt und bekennt. Das Magnificat gehört wohl zu den bekanntesten Texten der Heiligen Schrift. Es wurde im Laufe der Jahrhunderte von den größten Musikern vertont, weil es eine wunderbare Schau der Erfüllung der messianischen Verheißungen ist. Es zeigt unübersehbar, Mariens Seele lebt von Kindheit an innig vertraut

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Gedanken zum Fest Maria Verkündigung

Daß es in unserer Menschenwelt überhaupt noch irgendetwas zu danken gibt, das verdanken wir Gott – und Maria. Das heutige Fest nennt uns den tieferen Grund dafür, denn heute danken wir Gott für Seine Barmherzigkeit, Maria für ihre Demut. Wir danken Gott für seine gütige Vorsehung, Maria für ihren großen Glauben. Schließlich danken wir Gott für Seine Treue und Maria für ihre rückhaltlose Bereitschaft, sich voll und ganz der Vorsehung Gottes anzuvertrauen. Die Treue Gottes begegnet der Treue Mariens.

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Zur Oktav der Unbefleckten Empfängnis

Es sollte für jeden Katholiken ein besonderes Herzensanliegen sein, daß es richtig Advent wird. Wenn es nämlich in unserer Seele nicht richtig Advent wird, dann wird es auch nicht wirklich Weihnachten werden. Und wie traurig wäre das, wenn es nicht Weihnachten würde – Immer Winter und niemals Weihnachten wie im Land Narnia. Etwa Furchtbareres läßt sich wohl kaum ausdenken, immer Winter und niemals Weihnachten.

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