Die Kirche ist die Lehrmeisterin der Welt. Sie hat den göttlichen Auftrag, den Völkern die göttliche Wahrheit unfehlbar zu verkünden und gegen alle Irrtümer zu verteidigen. Dies macht sie nicht nur hier und da, sondern täglich in ihrer ordentlichen Lehrverkündigung. Dieses lebendige, tägliche Lehramt ist die nächste Norm unseres katholischen Glaubens. Durch die Modernismuskrise haben fast alle Gläubigen ein gestörtes, verkürztes oder verfälschtes Verhältnis zum lebendigen Lehramt. Damit der heutige Katholik nicht in denselben Fehler fällt, den die Modernisten bereits in den 20er, 30er und 40er Jahren des vergangen Jahrhunderts machten, soll die Theologie des Kirchlichen Lehramts hier besonders behandelt werden.

Unfehlbar? Eine Grundfrage

1. In einem Interview mit „Catholic Family News“ vom 30. April diesen Jahres äußert sich Professor Roberto de Mattei zur Unfehlbarkeit von Heiligsprechungen. Darin entpuppt sich de Mattei als Semi-Anti-Infallibilist und begründet dies erwartungsgemäß mit dem „Sedisvakantismus“. Dieser, so der Professor, würde die päpstliche Unfehlbarkeit übertreiben.

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