Nur wenige Begriffe sind durch den Modernismus so zerstört worden wie der Begriff Kirche. Der Begriff, mit dem früher ausschließlich die römisch katholische Kirche bezeichnet wurde, die einzige, makellose Braut Jesu Christi, wird heute jeder Religionsgemeinschaft zuerkannt. Was heute alles – auch in den den Kreisen der sog. Tradition – mit dem Begriff Kirche verbunden wird, ist so verwirrend, daß es notwendig ist, das, was Kirche wirklich, wesentlich, immer ist, neu in Erinnerung zu rufen. Dazu sollen die Beiträge über die Kirche helfen.

Martyrium im vollen Sinne

1. Im vorigen Sommer war in Frankreich ein Priester grausam von Islamisten getötet worden. Der „Distriktobere“ der französischen Sektion der „Piusbruderschaft“ hatte daraufhin umwendend eine Stellungnahme verfaßt, welche auch im deutschen „Mitteilungsblatt“ derselben Bruderschaft veröffentlicht wurde: „In Saint-Etienne-du-Rouvray hat der Islam den ersten Martyrer Frankreichs im 21. Jahrhundert hervorgebracht. Ein Mensch wurde umgebracht, ihm wurde der Hals durchgeschnitten. Nicht aus politischen Gründen, sondern tatsächlich aus Hass auf den Glauben. Es geschah in einer Kirche, es passierte während einer Messe. Es

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Der heilige Petrus Cölestinus

1. Der heilige Cölestin V. bestieg den Thron Petri als Nachfolger von Nikolaus IV. „Nach dem Tod des Letzteren blieb der päpstliche Stuhl zwei Jahre und drei Monate verwaist, weil das heilige Kollegium sich über die Neuwahl nicht einigen konnte“, schreibt Wetzer und Welte‘s Kirchenlexikon. „Endlich lenkte der Kardinaldekan Latino Malabranca die Aufmerksamkeit der Wähler auf den heiligmäßigen Petrus von Morone, den Stifter des Cölestinerordens“ (Bd. 3, Sp. 581).

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Hundert Jahre Fatima

Wohl kaum eine Marienerscheinung dürfte ähnlich populär und dabei so oberflächlich verzeichnet und mißbraucht worden sein wie Fatima. Zum hundertjährigen Jubiläum der Erscheinungen von Fatima in diesem Jahr wollen wir daher einige Dinge hervorheben und wieder ins Licht rücken, die ein wenig untergegangen zu sein scheinen.

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Kunst – Kitsch – Krempel? II

II. Moderne Kirchenkunst Echte Kunst steht im Dienst des Wahren und Guten und ist darum allein schön, weil sie beides zur Anschauung bringt, so haben wir im ersten Teil unserer Arbeit gezeigt. Die moderne Kunst löst diesen Zusammenhang auf und möchte eine Kunst um der Kunst willen schaffen – oder man könnte auch sagen, um des Künstlers willen – es entwickelt sich im Geist der Moderne die sog. autonome Kunst. Diese hat keinen ontologischen Bezug mehr, keinen Bezug zur Seinswirklichkeit

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Reformationsgedenken

Folgender Artikel ist schon 17 Jahr alt, aber er hat an Aktualität nichts eingebüßt, sondern im Gegenteil aufgrund des unlängst begonnenen Reformationsjubliäums dazugewonnen. Zudem zeigt er, wie schon damals die sachliche Auseinandersetzung im Namen der Ökumene auf der Strecke blieb – und das nicht nur bei den Konzilsanhängern, sondern auch bei den sog. Traditionalisten, die ebenfalls wie alle anderen auch ganz einfach wieder zur Tagesordnung übergegangen sind, so als wäre nichts Wesentliches geschehen.

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