Wir Katholiken leben in einer schwierigen Zeit, die uns letztlich – wenn wir ganz ehrlich wären, müßten wir es uns eingestehen – vollkommen überfordert. Weil sich aber dies nur wenige wirklich eingestehen wollen kommt es immer wieder zu recht merkwürdigen Erscheinungen in diesem modernen Kirchenkampf. Diese sollen nicht nur kurz dargestellt, sondern auch hinterfragt werden.

Die Reise nach Jerusalem

Der eine oder andere Leser wird womöglich aus seiner Jugendzeit noch das Spiel „Reise nach Jerusalem“ kennen. Das ist ein einfach zu organisierendes Spiel, bei dem auch für eine größere Gruppe sowohl Spaß als auch Bewegung garantiert ist. Man stelle einfach einen Stuhlkreis auf, wobei die Anzahl der Stühle einer weniger ist als die der teilnehmenden Spieler.

Weiterlesen

Märchenstunde: Das Märchen vom siebten Geißlein

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da war es dem Bösen Wolf gelungen, sieben kleine Geißlein zu überlisten. Er hatte sich für ihre Mutter ausgegeben, und bei seinem dritten Versuch, als er nicht nur seine Stimme mithilfe von Kreide verstellt, sondern auch seine schwarze Pfote mit Teig und Mehl weiß gemacht hatte, hatten sie ihm geglaubt und ihn endlich eingelassen. Sofort hatte er alle sieben Geißlein verschlungen – so glaubte er wenigstens – und sich davongetrottet in den Wald,

Weiterlesen

Schildbürgertheologen

Eine der kuriosesten Erscheinungen unter den konzilskirchlichen Traditionalistengruppen ist sicher die Priesterbruderschaft St. Pius X. Der große und letzte heilige Papst kann einem so richtig leid tun, daß er für die Namensgebung dieser Gemeinschaft herhalten muß, denn der hl. Pius X. mit seinem klaren antimodernistischen Geist paßt zu dieser Gemeinschaft wirklich wie die Faust aufs Auge.

Weiterlesen

Der Lotse verläßt das gesunkene Schiff

Es ist schon sehr lange her, daß wir unter unserer Rubrik „difficile est…“ etwas veröffentlicht haben. Zur Erinnerung: Der römische Dichter Juvenal hat Anfang des 2. Jahrhunderts angesichts der Intrigen am kaiserlichen Hof seine Eindrücke in dem Satz zusammengefaßt: „Difficile est, satiram non scribere.“ – „Es fällt schwer, keine Satire zu schreiben“ (Juvenal, Satiren I, 30). Dasselbe kann man sicherlich ebenfalls angesichts der neurömischen Intrigen im Vatikan und zudem angesichts der halbkonservativen bis konservativen Schreiberlinge sagen, die versuchen, diese Intrigen

Weiterlesen
1 2 3
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.