Antimodernist Ausgabe April

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Die Ausgabe Nr. 29 unsere Zeitschrift „Antimodernist“, April 2021, ist erschienen. Wie üblich zitieren wir aus dem beigelegten Rundbrief:

Als Katholiken sind wir an unseren Herrn Jesus Christus gebunden, an Seine Wahrheit und Seine Kirche. In der letzten Nummer unserer Zeitschrift haben wir das babylonische Exil der Kirche in Avignon betrachtet, in dieser Nummer schauen wir auf die Lösung der dadurch entstandenen Schwierigkeit: Es gab damals schließlich drei „Päpste“! Die katholische Christenheit war zutiefst gespalten, denn die Zeitgenossen wußten nicht mehr, welcher nun der wahre Papst war. Menschlich gesehen schien die Situation aussichtslos. Der erste Versuch, das Schisma zu beenden, scheiterte. Auf dem Konzil von Pisa versammelte sich eine stattliche Anzahl von Kardinälen und Bischöfen, um die damals noch zwei Päpste abzusetzen und einen neuen zu wählen. Das war zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht, denn anstatt zwei gab es nun drei Päpste. Der gewählte Johannes XXIII. wurde nämlich nicht von allen Katholiken als Papst anerkannt. 

Die Schlußfolgerung daraus heißt: Ein Konzil allein reicht nicht aus, es braucht mehr als ein Konzil. Die von der göttlichen Vorsehung erwählte Lösung lautete schließlich: Ein Kaiser und ein Konzil. Lesen Sie, wie aufregend es war, die drei Päpste zum Rücktritt zu bewegen oder abzusetzen und die Katholiken endlich wieder um einen einzigen Papst zu scharen. 

Lesen Sie zudem über die weitreichende Bedeutung des Konzils von Konstanz bis in unsere Tage hinein. Die Irrlehre des Konziliarismus, die sich auf dieses Konzil beruft, grassiert nämlich bis heute, hat sie doch durch die immer weiter verbreitete Irrlehre des Modernismus überall einen äußerst guten Nährboden gefunden. Nicht nur die protestantischen Sekten, auch die Menschenmachwerkskirche beruft sich auf diese angebliche Lehre des Konzils von Konstanz. Wir legen Ihnen dar, was das Konzil von Konstanz wirklich gelehrt hat und was die Irrlehrer daraus gemacht haben. 

Die Zeit des abendländischen Schismas ist sicherlich mit unserer papstlosen Zeit zu vergleichen. Denn in der Tat wußte damals kein Katholik mit Sicherheit, welcher der drei Päpste der richtige war. Heute wissen wir, daß es keinen legitimen Papst mehr gibt, wir wissen aber nicht, wie Gott diese papstlose Zeit beenden wird. Nun, auch damals wußten die Katholiken nicht, wie das Schisma wieder beendet werden sollte, bis endlich das Konzil von Konstanz unter dem Schutz von Kaiser Sigismund die Lösung brachte – was damals bereits allgemein als ein Wunder des Heiligen Geistes betrachtet wurde.

Was aber tun, wenn die Führung derart versagt? In seinem Bühnenstück „Maria Verkündigung“ beschreibt Paul Claudel in dichterischer Weise, wie Gott in solchen Zeiten Menschen auserwählt, damit sie stellvertretend für die Kirche durch ihr Gebet und Opfer wirken, denn wir sind ja ein Leib in Christus, weshalb der hl. Thomas von Aquin lehrt: „Die ganze Kirche, welche der mystische Leib Christi ist, gilt als eine Person mit ihrem Haupte, welches Christus ist.“ So wirkt in der Kirche Jesus Christus alles geheimnisvoll zusammen. Was aber auch heißt, daß jeder von uns heute seine ganz besondere Aufgabe hat, für die Kirche zu wirken, d.h. zu arbeiten, zu beten und zu opfern. 

Was Paul Claudel in seiner Violaine zur Darstellung bringt, das zeigt sich auch im Leben der Elisabeth Canori-Mora. Das soll uns ein Trost und ein Ansporn sein in dieser finsteren Zeit. Kein Gebet, kein Opfer ist vergeblich, und es kommt auf jeden einzelnen von uns an.

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