Unheilige und heilige Reformatoren (3)

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Als ein Beispiel für echte und heilige Reformatoren haben wir begonnen, uns das Leben des heiligen Karl Borromäus anzusehen. Diese wertvolle Vita soll uns im folgenden weiter beschäftigen.

Borromäus‘ Lieblingsorte: Loreto und Einsiedeln

Unter den zahlreichen marianischen Wallfahrtsorten schätzte der heilige Mailänder Erzbischof besonders Maria Einsiedeln in der Schweiz und Loreto. Im Heiligen Haus von Loreto brachte der Heilige mehrmals eine ganze Nacht im Gebet zu. In einem Brief an den mit ihm verwandten Kardinal Marcus Sitticus von Hohenems schrieb Carl Borromeo einmal über die Schwarze Muttergottes von Einsiedeln: „Das Heiligtum von Einsiedeln hat mich mit Freude erfüllt. Ich versichere Euch, daß ich, mit Ausnahme von Loreto, nirgendwo anders einen stärkeren religiösen Eindruck empfangen habe.“

Das Konzil von Trient über den besonderen Gnadenvorzug Mariens

Auch in seiner Marienfrömmigkeit war der hl. Karl Borromäus ganz den Weisungen des Konzils von Trient gefolgt, das übrigens in der dritten Tagungsperiode von 1562–1563 in der Kirche Santa Maria Maggiore [große Kirche der heiligen Maria] tagte – wohlgemerkt nicht Santa Maria Maggiore in Rom, sondern in Trient. Schon in seiner ersten Tagungsperiode von 1545-1547 lehrte das Konzil in der fünften Sitzung, „daß es nicht in seiner Absicht liegt, in diesem Dekret, wo über die Ursünde gehandelt wird, die selige und unbefleckte Jungfrau und Gottesgebärerin Maria einzubegreifen“, denn während jeder andere Mensch vom ersten Augenblick seines Daseins, d. h. unmittelbar nach der Zeugung, mit der Erbsünde belastet ist, wurde Maria durch eine außerordentliche Gnade schon bei ihrer Zeugung vor der Erbsünde bewahrt. In dem vom Trienter Konzil gewünschten Erwachsenenkatechismus „Catechismus Romanus“, der Ende 1566 in Rom im Druck erschien, liest man im 4. Kapitel des I. Teils: „Es gehört zum Wunderbarsten, was sich sagen oder auch nur denken läßt: Der Sohn Gottes wurde von seiner jungfräulichen Mutter geboren, ohne die Jungfräulichkeit seiner Mutter auch nur im geringsten zu verletzen… Wir feiern und preisen Marias unversehrte, immerwährende Jungfräulichkeit mit überaus berechtigten Lobgesängen. Bewirkt wurde dieses Wunder durch die Kraft des Hl. Geistes, der bei der Empfängnis und Geburt des Sohnes Gottes gnadenvoll mit der Mutter war, so zwar, daß Er ihr Fruchtbarkeit schenkte und sie dabei doch in immerwährender Jungfräulichkeit bewahrte… Der Seelsorger muß sich Mühe geben, auf daß dieses Geheimnis tief eingeprägt im Gemüt und Verstand der Gläubigen haften bleibt.“

Ein Mordversuch

Auf welch großen Widerstand der Heilige besonders beim Klerus stieß, zeigt eindrücklich der Mordversuch des Humiliatenpaters Fra Girolamo Donato (Farina). Der Orden der Humiliaten war durch seinen Reichtum vollkommen verweltlicht, weshalb sich die Ordensleute gegen die Reformversuche des Heiligen heftig zur Wehr setzten. Die Wut gegen den Reformer steigerte sich dermaßen, daß am 26. Oktober 1569 Fra Girolamo Donato während des abendlichen Rosenkranzgebetes in die Hauskapelle eindrang und auf den Kardinal schoß, der auch am Rückgrat getroffen wurde. Die Kugel prallte jedoch von diesem wunderbarerweise ab und es blieb zeitlebens nur ein rötlicher Hautfleck am Rücken des Heiligen zurück. Der Heilige selbst blieb nach dem Schuß des Humiliatenbruders vollkommen ruhig, ohne sich über seinen Zustand irgendwie zu ängstigen. Er setzte einfach die Andacht wie gewohnt fort, war er doch vollkommen davon überzeugt, daß ihn seine vielgeliebte Mutter vor dem sicheren Tod bewahrt hatte.

Die Schweizer Gebiete der damaligen Diözese Mailand

Die Mailänder Kirchenprovinz umfaßte damals 15 große Diözesen, in denen z.T. das religiöse Leben ganz darniederlag. Ludwig Freiherr von Pastor faßt zusammen: „Unwissenheit und Sittenlosigkeit herrschten überall in diesem weiten Gebiet; manche Priester wußten nicht die Absolutionsformel, manche Laien nicht einmal das Vaterunser; in den Kirchen wurde laut geschwätzt, getanzt und Getreide ausgedroschen, in Nonnenklöstern Bälle abgehalten; die Rechte der kirchlichen Gerichtsbarkeit waren namentlich im Schweizer Anteil des Erzbistums so gut wie vergessen.“

Werfen wir einen Blick auf die Schweizer Gebiete des Tessin, Misox und Veltlin, die damals zur Diözese von Mailand gehörten. Seine erste Visitationsreise in die Schweiz unternahm der Heilige 1570. Er visitierte, wie das Konzil von Trient es forderte, entweder zu Fuß oder beritten selbst das kleinste Bergdörfchen. Die damaligen Berichte loben einerseits die Einfachheit und Frömmigkeit der katholischen Schweizer, tadeln aber anderseits auch ihre Hartnäckigkeit in Streitsachen, die Einmischung in geistliche Dinge, besonders aber die Trunksucht und das anstößige Leben ihrer Priester. Der Pfarrer von Altdorf empfing den Heiligen bei seiner Visitation, indem er ihm stolz seine achtköpfige Kinderschar mit den Worten präsentierte: „Das sind die Kinder, die mir der Herr geschenkt hat.“ Man kann sich die Verwunderung und den heimlichen Schrecken des hl. Karl angesichts einer solch sittlichen Verirrung vorstellen. Jedenfalls redete der hl. Bischof anschließend dem Pfarrer so ins Gewissen, daß er fortan seine Standespflichten wieder ernst nahm.

Um den allgemeinen religiösen Zustand in den Schweizer Gebieten zu bessern, regte der hl. Karl 1579 die Errichtung einer ständigen Nuntiatur in der Schweiz an. Da die röm. Kurie aber zunächst noch zögerte, wurde seinem Begehren erst 1586 entsprochen. Zur besseren Ausbildung des Klerus gründete der Heilige selbst 1579 in Mailand das Collegium Helveticum [Schweizer Kolleg] für Priester, die nach ihrer Ausbildung in die protestantische Schweiz geschickt werden sollten. Zudem gründete er ein Seminar für Spätberufene und mehrere Knabenseminare. Durch das Beispiel des Heiligen ermutigt, ließen sich die Jesuiten in Luzern, später auch in Freiburg und Pruntrut nieder. Der hl. Karl veranlaßte auch die Ansiedlung des Kapuzinerordens – in Luzern im Jahre 1583, in Solothurn und Appenzell 1588, in Zug und Frauenfeld 1595 und in Rheinfelden 1596.

Borromäus‘ Wirken in Italien

An der Universität in Pavia eröffnete der hl. Karl das „Collegio Borromeo“ für mittellose Universitätsstudenten. Um die allgemeine Schulbildung zu verbessern, unterstützte er die 1535 vom Priester Castellino da Castello eingerichteten Schulen der Christlichen Lehre, die im Jahre 1595 über 20.000 Schüler zählten. Als Antwort auf die Leugnung der realen Gegenwart Jesu Christi im allheiligsten Altarsakrament gründete er 1535 die „Bruderschaft vom Heiligsten Altarssakrament“.

Im Laufe seiner Regierungszeit in Mailand rief er zudem mehrere soziale Werke ins Leben: Schulen, Heime für „gefallene“ Mädchen, Waisenhäuser, Altersheime, Armenspitäler, Leihhäuser zur Bekämpfung des Wuchers, unentgeltliche Rechtshilfe für Mittellose. Wenn seine persönlichen finanziellen Mittel nicht mehr ausreichten, um all diese Werke zu unterhalten oder zu fördern, pflegte er zu sagen, es sei für einen Bischof besser, Schulden zu haben als Geld. In all diesen Werken zeigt sich einerseits das erstaunliche Organisationstalent des hl. Karl, anderseits seine bewundernswerte Selbstlosigkeit.

Die Ausstrahlung seiner bischöflichen Tätigkeit auf die übrige katholische Welt

Das Vorbild dieses großen Bischofs wirkte freilich nicht nur in Mailand zum Heil vieler Seelen, sondern es hatte eine Ausstrahlung auf die ganz katholische Welt, wie Ludwig Freiherr von Pastor hervorhebt: „Durch die gesetzgeberische Tätigkeit auf diesen Synoden wurde der Kardinal von Mailand nach einem Ausdruck Bischof Valiers von Verona ,der Lehrmeister der Bischöfe‘. Was in den Trienter Gesetzen in großen Zügen angedeutet wird, findet sich in Borromeos Anordnungen bis ins Kleinste ausgeführt, und zwar mit einem Scharfblick für das, was nottat und was sich tatsächlich durchführen ließ, der allgemeine Bewunderung erregte. Überall wurden von den Bischöfen Abdrucke der Dekrete gleich des ersten dieser Provinzialkonzilien verlangt, in kurzer Zeit waren sie fast über die ganze Christenheit verbreitet. Borromeo selbst verschickte Exemplare an seine Freunde, der Bischof von Alba verlangte sofort fünfundzwanzig; und als Borromeo im Jahre 1582 eine Sammlung seiner bisherigen Verordnungen als ,Akten der Mailänder Kirche‘ herausgab, wurden von Lyon aus gleich hundert Exemplare bestellt, der Kardinal von Toledo verschaffte sich deren zehn, von denen eines seinen Weg in die Bücherei des spanischen Königs fand. Vermehrt durch viele spätere Hirtenbriefe und Verordnungen Borromeos, erlebten diese ,Akten der Mailänder Kirche‘ öftere Auflagen; sie enthalten Anweisungen über die Feier der Festtage und die Beobachtung der Fastenzeit, über Ablässe und milde Stiftungen, über Verwaltung des Predigtamts und Spendung der Sakramente, über Vermögen und Ausstattung der Kirchen, über kirchliche Gerichte, bischöfliche Kanzlei und kirchliche Statistik, kurz, über alles, was zur Ordnung des kirchlichen Lebens gehört. Franz von Sales schrieb 1603, diese Akten der Mailänder Kirche seien für den Bischof unentbehrlich. Papst Paul V. sagt in der Bulle über Borromeos Heiligsprechung, sie seien im beständigen Gebrauch der Seelenhirten und böten überfließend reiche Belehrung über die Kirchenregierung. Zur Vorbereitung des Vatikanischen Konzils von 1870 wurde ein Konsultor eigens mit dem Studium der Dekrete Borromeos beauftragt. Die Verordnungen späterer Provinzial- und Diözesansynoden sind oft nur eine wörtliche Wiederholung der Mailänder Beschlüsse.“

Hungersnot, Schnee und die Schlacht von Lepanto

So verband sich also im hl. Karl Borromäus beides in bewundernswerter Weise, gesetzgeberische Klarheit mit Organisationstalent und heiligem Vorbild. So wurde er ein echter Lehrer der Bischöfe, der aufgrund seiner Heiligkeit Macht über viele Herzen gewann, aber nicht nur über diese, wie wir noch kurz zeigen wollen.

Als in seiner Diözese durch viel Gebet und Opfer die Hungersnot im Abnehmen begriffen war, da fiel in den Berggegenden noch zu Beginn des Frühlings ein ellenhoher Schnee, der die Häuser zu zerdrücken drohte. Dem Schnee folgte eine grimmige Kälte, so daß die Hoffnung auf Besserung der Lage bei allen wich. In dieser Not machte sich der heilige Erzbischof wie ein wahrhaft guter Hirte auf den Weg zu seinen armen, schwer geprüften Schafen. Hier konnte nur noch Gott in Seiner Allmacht helfen. Der hl. Karl versammelte darum seine Schäflein zu beharrlichem Gebet – und der Herr aller Geschöpfe erhörte den Heiligen, denn in wenigen Tagen waren die Straßen und Fluren wieder schneefrei. Weder die Häuser, noch die Fluren hatten die geringsten Schäden erlitten und die Ernte des folgenden Jahres war eine der gesegnetsten seit Menschengedenken.

Nach diesen göttlichen Heimsuchungen war es dem hl. Hirten überaus leicht gefallen, die Gläubigen in der nächsten Faschingszeit dahin zu ermuntern, auf die herkömmlichen oft sündhaften Vergnügungen zu verzichten und in Übereinstimmung mit den Anordnungen des Papstes öffentliche Bußübungen und Gebete zu verrichten, damit Gott den verbündeten christlichen Mächten über die Flotte des Erbfeindes der Christenheit, nämlich des Türkischen Sultan, den Sieg verleihen wolle. Wie jeder weiß, wurde diese Seeschlacht am 7. Oktober 1571 im Golf von Lepanto geschlagen. Damals erfochten die Christen unter Johann von Österreich einen entscheidenden Sieg, durch den die Übermacht des Sultans auf See gebrochen wurde.

„Die Pest des hl. Karl“

Kommen wir noch auf die heldenhafte Nächstenliebe dieses Heiligen zu sprechen. Als im Jahre 1570 in Mailand eine große Hungersnot ausbrach, speiste der hl. Karl täglich dreitausend Arme. Er rief zudem den Adel und die Reichen zur Mithilfe auf und organisierte selbst mehrere Hilfsaktionen.

Nach der Hungersnot kam im Sommer 1576 die Pest. Als alle, auch die Mitglieder der Stadtverwaltung, flohen, organisierte der Heilige persönlich die Hilfsmaßnahmen für die vielen Kranken. Um der Seuche Herr zu werden, ließ er neue Spitäler errichten und verbesserte die Zustände in den alten. Auch erließ er eine Reihe von Vorschriften, die der Meinung und den Gebräuchen der damaligen Zeit weit überlegen waren. Ohne Furcht vor Ansteckung tröstete er die Kranken und spendete ihnen die hl. Sakramente. Zudem besorgte er aus eigenen Mitteln und mit Spenden reicher Leute Kleider, Lebensmittel, Medikamente, Unterkünfte, Pflege und seelsorgliche Betreuung der Kranken. Als die Pest ihren Höhepunkt erreichte (man nannte sie bereits „die Pest des hl. Karl“), fügte er den natürlichen Hilfsmitteln noch die übernatürlichen hinzu. Er unternahm barfuß, ein Kreuz in seiner Hand und aller Abzeichen seiner Würde entledigt, Bußgänge. Auf einem dieser Bußgänge soll er das Ende der Pest vorausgesehen haben, weil auf sein Gebet hin ein ihm erschienener Engel sein Schwert in die Scheide gesteckt hatte. Und wirklich war nach einem Jahr die Seuche vorüber. Wie durch ein Wunder blieben der hl. Karl Borromäus und sein ganzes Haus von der Seuche verschont.

Die Gehässigkeit der Neider

Während alle Mailänder von höchster Dankbarkeit gegen ihren hl. Erzbischof erfüllt waren, verklagte ihn der nach Erlöschen der Pest zurückgekehrte Statthalter in Rom. Man kann es kaum fassen, wenn Ludwig Freiherr von Pastor schreibt: „Mitten in die Streitigkeiten mit Ayamonte fällt das Ereignis, das Borromeos Selbstlosigkeit in schönstem Glanze zeigte und seinen Namen vielleicht berühmter gemacht hat als irgend etwas anderes: die große Pest in Mailand. Es ist bezeichnend für Ayamonte, daß ihn nicht einmal diese heldenmütige Aufopferung des Erzbischofs versöhnlicher gegen ihn stimmte; im Gegenteil wurde manches, was Borromeo damals in bester Absicht unternommen, ihm als Übergriff auf das weltliche Gebiet ausgelegt.“

Diesen Konflikt zwischen dem hl. Erzbischof und dem spanischen Statthalter kann man nur verstehen, wenn man den aufkommenden Staatsabsolutismus versteht. Während zur Zeit des Investiturstreites die Kirche um ihre Freiheit gegenüber dem Staat kämpfte und den Einfluß des Staates auf die kirchlichen Angelegenheiten in die Grenzen wies, schlug das Pendel der Geschichte nun wieder in die gegengesetzte Richtung. Der Staat maßte sich wiederum immer mehr Freiheiten gegenüber der Kirche an. Der zwar aufrichtig religiöse und gewissenhafte spanische König Philipp II. (1556-98) griff immer wieder in den kirchlichen Jurisdiktionsbereich ein. Der spanische König entschloß sich zur Annahme der Konzilsdekrete allein mit der einschränkenden Klausel „unbeschadet der königlichen Rechte“. Diese königlichen Rechte umfaßten u.a. seine Zustimmung für päpstliche Erlässe, das Recht, gegen Mißbrauch der geistlichen Gewalt die weltliche anzurufen, die Selbständigkeit der spanischen Inquisition gegenüber Rom und das Patronat in den Kolonien. Der hl. Karl wehrte sich nun kraft seiner Stellung als Erzbischof von Mailand gegen die Einmischung des Statthalters in die kirchlichen Angelegenheiten, weshalb es ernsthafte Konflikte mit den spanischen Vizekönigen gab.

Anhand dieses Konflikts läßt sich zeigen, wie weit ein Mensch verblendet werden kann, denn der Statthalter Ayamonte trieb seine Gehässigkeit gegen den hl. Erzbischof so weit, daß man schon an das Geheimnis der Bosheit denken muß, von dem in der Heiligen Schrift die Rede ist. Es stellt sich nämlich die Frage: Wie kann ein Mann in so unmittelbarer Nähe eines solch großen Heiligen leben, ohne von dessen Heiligkeit irgendetwas wahrzunehmen?

Folgen wir nochmals den Darlegungen von Ludwig Freiherr von Pastor: „Hatten sich schon unter Requesens [den vorherigen Statthalter] die Gegensätze bis zu wahren Gehässigkeiten gegen den Kardinal gesteigert, so verschärften sie sich unter seinem Nachfolger, dem rücksichtslosen Marquis Ayamonte, bis zum äußersten. Ayamonte arbeitete geradeswegs darauf los, den Erzbischof in Madrid, in Rom und bei seinen Untergebenen um alles Ansehen zu bringen und ihn von seinem Posten zu entfernen. Gleich beim ersten Besuch empfing er den Kardinal ohne viel Umstände im Vorzimmer und setzte ihm vor allen dort Anwesenden seine Ansicht über die immer noch schwebenden Streitigkeiten auseinander. In der Folge arbeitete er den Reformbemühungen des Oberhirten offen entgegen. Als Borromeo z. B. den Mißbrauch beseitigen wollte, daß man die Fastenzeit erst am Montag und nicht schon, wie es der ambrosianische Ritus vorschrieb, am Sonntag vorher begann, kündigte der Statthalter erst recht auf eben jenen Sonntag ein Turnier an, und als der Erzbischof unter Strafe des Kirchenbannes die Teilnahme an jenen Spielen verbot, veranstaltete Ayamonte auch für die folgenden Fastensonntage ähnliche Belustigungen, die als unvereinbar mit dem Geiste der Fastenzeit galten. Die Beamten der kleineren Städte wurden nach Mailand berufen, um sie durch Drohungen zu Aussagen gegen Borromeos Verwaltung zu bewegen. Man paßte ihm auf, um Gelegenheit zu ungünstigen Berichten nach Madrid und Rom zu erhalten. Die Dekurionen von Mailand nötigte der Statthalter im Jahre 1579 förmlich, eine Gesandtschaft mit Beschwerden über Borromeo nach Rom zu senden.“

Offensichtlich fehlte es Ayamonte an jeglichem Gespür für die Wirklichkeit, aber auch an dem nötigen Anstand. Man hat fast den Eindruck, der Statthalter wollte eine regelrechte Hetzjagd auf den Ruf des Erzbischofs veranstalten, bei der ihm selbst der geringste Anlaß zur Anklage willkommen war, aber: „Die Klagepunkte waren freilich meist ohne größere Bedeutung. Borromeo hatte z. B. Einspruch dagegen erhoben, daß auf dem Lande an Festtagen Tänze stattfanden, welche vom Gottesdienst abzogen und zu vielen Totschlägen führten; er hatte Turniere u. dgl. während der Zeit des Gottesdienstes verboten; er hatte Seitentüren am Dom von Mailand schließen lassen, damit die Kirche nicht als Durchgang benützt werden könne.“

Aber nach dem Grundsatz, steter Tropfen höhlt den Stein, erreichte der Statthalter doch, daß schließlich der Unmut des Königs gegen den Heiligen erregt wurde: „Mit der Zeit schien es immer mehr, daß der Erzbischof den unaufhörlichen Klagen zum Opfer fallen werde. Philipp II. äußerte in einem Augenblick des Unmutes, er werde sich mit dem Papst in Verbindung setzen, um den Ruhestörer von seinem Posten zu entfernen. Auf die Anwürfe des spanischen Gesandten hatte Borromeo nach Rom antworten lassen, er treffe seine Anordnungen allerdings nicht nach dem Vorbild Spaniens oder Venedigs, wo man von der Freiheit der Kirche keinen Begriff habe, sondern auf Grund der alten Kanones und Konzilien.“

Der hl. Karl war der Überzeugung, daß es Grundsätze gab, die nicht zeitabhängig waren, weil sie auf das dauerhafte Gesetz der Kirche gegründet sind, in dem sich der Wille Gottes zeigt. Aber hierin stimmten ihm selbst wohlmeinende Freunde nicht mehr rückhaltlos zu. „Wenn ein Jesuit, Giulio Mazzarini, sich so weit vergaß, in Mailand selbst auf offener Kanzel direkt oder indirekt manche Anordnungen des Erzbischofs zu tadeln, so darf man ähnliche Ansichten bei vielen andern voraussetzen. Auch in Rom machten die fortwährenden Verdächtigungen und Verdrehungen allmählich in diesem Sinne Eindruck.“

Weltliche Klugheit gegen himmlische Weisheit

Je mehr sich die Stimmung gegen den hl. Erzbischof von Mailand richtete, desto angriffslustiger wurde der spanische Statthalter. Es kam so weit, daß zwar niemand am Eifer des Heiligen zweifelte, wohl aber an seiner Klugheit. Hier steht offensichtlich die weltliche Klugheit der himmlischen Weisheit eines Heiligen entgegen. Und wie so oft im Leben schien zunächst die weltliche Klugheit zu siegen, kam doch durch die immer heftiger werdende Kritik das ganze Reformwerk in Mailand in Gefahr. Selbst in Rom wagte es kaum noch jemand, sich hinter den Erzbischof von Mailand und seine Reformen zu stellen.

Aber auch in Mailand „hatte die beständige Befehdung durch die weltliche Gewalt die Folge, daß ein Geist der Auflehnung und Unbotmäßigkeit um sich griff, der alles wieder in Frage zu stellen schien, was Borromeo in jahrelanger Arbeit für die sittlich-religiöse Hebung seines Sprengels geleistet hatte. Das Gerücht, Gregor XIII. billige das Vorgehen des Erzbischofs nicht, wirkte in demselben Sinne. Unter Berufung auf den Papst lebten die von Borromeo fast schon beseitigten Tanzvergnügen wieder auf, fünfzig Totschläge in drei oder vier Monaten waren die Folge davon; jede ungehorsame Nonne meinte ihren Widerspruch gegen den Oberhirten mit dem Ansehen des Papstes decken zu können. Speciani erblickte für Borromeo die einzige Rettung darin, daß er persönlich in der Ewigen Stadt erscheine und in eigener Person seine Sache führe.“

Etwas Unheimliches zeigt sich in diesem Ringen um die Reform der Kirche in Mailand. Wie weitreichend kann der Teufel die Gemüter erhitzen und das vernünftige Urteil bei der Masse unterdrücken! Dem Heiligen blieb nichts anderes übrig, als persönlich in Rom vorstellig zu werden und seine Sache zu verteidigen.

„Borromeo kam, und wider alles Erwarten gestaltete sich sein Erscheinen für ihn zum vollständigen Triumph. Als er nahte, war schon eine Meile vor der Engelsbrücke die Straße mit Menschen gefüllt. Die Prälaten und Großen, die noch vor kurzem so kalt und ablehnend ihm gegenüberstanden, drängten sich, ihn zu begrüßen und von ihm empfangen zu werden; der Papst selbst hieß ihn im Apostolischen Palast absteigen. Nicht gar lange dauerte es, und er konnte durch seinen Generalvikar Niccolo Galerio alle die früher angefochtenen Verordnungen über Schauspiele und Tänze, Feier der Festtage und Schließung der Seitentüren des Domes erneuern lassen. Seine vierte Provinzialsynode, die der Papst selbst ganz durchlas, verteidigte Borromeo siegreich gegen die Einwendungen, und es gelang ihm, sie durch die päpstliche Billigung gegen weitere Angriffe sicherzustellen.
Einen solchen Erfolg hatte niemand erwartet. Noch als Carlo auf seiner Reise nach Rom einige Tage in Camaldoli verweilte, verbreitete sich das Gerücht, er sei aus Verzweiflung Kamaldulenser geworden, und auch sonst wurde öfters vorausgesagt, er werde nicht wieder nach Mailand zurückkehren. Ayamonte hatte trotzdem eine neue Gesandtschaft nach Rom zur Erneuerung der alten Anklagen für notwendig gehalten. Allein gleich bei ihrer Ankunft in Rom überraschte sie Borromeo mit der Mitteilung, daß er bereits zur Abreise nach seiner Bischofstadt gerüstet sei und deshalb nicht weiter Rede und Antwort stehen könne. Der ‚Jubel‘ mit dem man den Zurückgekehrten in Mailand empfing, widerlegte zudem, was man so oft ausgestreut hatte, daß er beim Volke verhaßt sei, ja der Eifer, mit dem Mailand wenige Tage nachher den ersten Fastensonntag ganz im Sinne Borromeos beging, gestaltete sich zur glänzenden Rechtfertigung gegen die Anklage, daß er Höheres fordere, als der Durchschnittschrist zu leisten gewillt und befähigt sei. Es handle sich um Dinge, durfte der Erzbischof nach Madrid schreiben, die zu unabsehbar vielen Ärgernissen, Fleischessünden, zu Haß, Feindschaft, Mord Anlaß gäben; außerdem kenne er seine guten Mailänder und wisse, was er von ihnen verlangen könne. Daß in der Tat das Volk den besten Willen hatte, lag jetzt offen vor aller Augen.“

Die manipulative Macht der Herrschenden auf die Massen

Es zeigt sich an diesem Beispiel die manipulative Macht der Herrschenden auf die Massen. Wie viel größer ist diese Macht aufgrund der weitreichenden Möglichkeiten der Massenmedien erst heute! Es zeigt sich aber auch die Macht der Heiligkeit, durch die der hl. Karl Borromäus der Wahrheit zum Sieg verhalf. Damals hatte die Heiligkeit noch Autorität in den Augen der meisten Leute – wie würde wohl der Zug des Heiligen nach Rom zur Rechtfertigung seiner Sache heute ausgehen?

Alle in Rom und in Mailand sahen ein, daß der hl. Karl nur das Beste für seine Mailänder wollte – nein, leider nur fast alle, denn: „Unbegreiflich dagegen erscheint Ayamontes Benehmen, der an eben jenem umstrittenen Fastensonntag wieder sein Turnier veranstaltete, so daß der Lärm der Trompeten in den nahen Dom hineindrang und, ohne doch eine größere Anzahl von Zuschauern anziehen zu können, des Erzbischofs Predigt störte. Nicht lange nachher richtete Gregor XIV. ein Breve an die Mailänder, durch welches der Erzbischof völlig gerechtfertigt ward. Borromeo hatte vom Papst, als er sich verabschiedete, die Weisung erhalten, die Rechte seiner Kirche zu verteidigen, ohne vorher in Rom anzufragen. Ende April 1580 raffte der Tod den Statthalter dahin. Carlo Borromeo ließ sich dadurch nicht von seinem längst gefaßten Entschluß abhalten, durch einen geheimen Gesandten den spanischen König über die Mailänder Verhältnisse und seine Streitigkeiten mit den Statthaltern aufzuklären. Seine Wahl für den schwierigen Posten fiel auf den Barnabiten Carlo Bascape, der bei Philipp II. einen völligen Erfolg errang. Die neuen Statthalter, Guevara y Padilla (1580 — 1583) und Carlos de Aragon, Herzog von Terranova, wahrten zu Mailand den völligen Einklang zwischen der weltlichen und geistlichen Gewalt.“

Kirche und Staat

Damals war ein Einklang zwischen Kirche und Staat noch möglich, weil beide auf denselben Prinzipien aufgebaut waren und sich letztlich gegenseitig brauchten und stützten. Aber es zeigte sich auch schon, wie zerbrechlich dieser Einklang war. Aus dem Miteinander wird die nächsten Jahrhunderte immer mehr ein Gegeneinander werden. Der hl. Pius X. geht gegen Schluß seiner Enzyklika Editae saepe auf die damals schon allseits drohende Gefahr kurz ein:

„Vor den Augen des Erdkreises und im hellen Tageslicht des gegenwärtigen Zeitalters der Humanität geschieht dies ja heute besonders bei einem gewissen Volke, wo es scheint, als habe die Macht der Finsternis sich den Fürstenthron aufgeschlagen. Unter dieser Vorherrschaft werden alle Rechte der Kinder der Kirche erbarmungslos niedergetreten. Aller Sinn für Großmut, Höflichkeit und Glauben scheint in den Leitern dieses Staates ausgelöscht, während ihre Väter den christlichen Namen mit Ruhm trugen und in diesen Tugenden so lange glänzten. Wo einmal der Haß gegen Gott und die Kirche sich eingenistet hat, da geht offenbar alles der Auflösung und dem Rückschritt entgegen, die Entwicklung der Gesellschaft zielt auf die Zustände wilder Unbändigkeit der Vergangenheit hin oder besser gesagt, sie treibt jählings jener Unterjochung zu, welche allein durch die christliche Gesellschaft und ihre Lebensordnung von den Menschen weggenommen worden war. Oder es ist, wie auch der heilige Karl es andeutet, ‚sicher und klar, daß Gott durch nichts anderes schwerer beleidigt wird und durch nichts sein Zorn heftiger entflammt wird als durch das Verderben der Häresie und daß wiederum nichts Länder und Reiche dem Untergang so sicher entgegentreiben kann als jenes verderbliche Unheil‘ (Provinzialkonzil V, 1. Teil). Dennoch sind die heutigen Bestrebungen, die christlichen Völker von der Kirche loszureißen, noch für verderblicher zu halten. Trotz aller Uneinigkeit der Meinungen und Bestrebungen, die das Merkmal des Abirrens von der Wahrheit ist, stimmen die Feinde [des Glaubens] doch in einem Punkt überein, nämlich in dem hartnäckigen Widerstand gegen Gerechtigkeit und Wahrheit; da aber die Kirche Wächter und Hüter beider ist, so greifen alle in den dichten Reihen sie an. Und wenn sie behaupten, eine neutrale Haltung einzunehmen oder die Sache des Friedens zu vertreten, so erstreben sie mit süßen Worten und doch nicht verhüllten Plänen in der Tat nichts anderes, als einen Hinterhalt zu legen und zum Schaden den Spott, zur Gewalt den Betrug zu fügen. Mit neuer Kampfweise wird heute also die christliche Sache angegriffen; ein weit gefährlicheres Kriegsmaterial wird zusammengetragen als in den Schlachten, die früher zu schlagen waren und in denen Borromäus so vielen Ruhm geerntet hat.“

Die vollkommene Zerstörung des christlichen Abendlandes

Das waren im Jahre 1910 wahrlich prophetische Worte, denn die vollkommene Zerstörung des christlichen Abendlandes war zwar schon im Gang, aber noch nicht vollkommen gelungen. Erst durch zwei Weltkriege wird das christliche Europa zunächst endgültig in einen Schutthaufen verwandelt werden, um sodann das weit gefährlichere Kriegsmaterial einer vollkommenen Täuschung der Katholiken in Anwendung bringen zu können. Die größte, verschlagenste Kriegslist bestand aber in der stillschweigenden feindlichen Übernahme der ganzen Leitung der Kirche. Plötzlich waren aus den Wächtern und Hütern des Glaubens die gefährlichsten Zerstörer geworden. Seitdem sind dem Verderben der Häresie fast keine Grenzen mehr gesetzt. Durch die Revolution in Tiara und Chormantel ist die Häresie für den Katholiken sozusagen allgegenwärtig geworden. Wie notwendig wäre deswegen ein hl. Karl Borromäus heute! Bedenkt man dieses Fehlen der Heiligen in unserer Zeit, brauchen wir die folgenden ermunternden Worte des hl. Pius X. umso mehr:

“Nehmen wir daraus uns das Vorbild und die Gewähr und wir werden für die bedeutsamsten Angelegenheiten der privaten und öffentlichen Wohlfahrt, für Glauben und Religion und für die Heilighaltung des öffentlichen Rechtes mit Freude und Mut kämpfen. Die Notwendigkeit, die uns zum Kampfe zwingt, ist es zu beklagen, aber wir dürfen das tröstliche Vertrauen haben, daß der allmächtige Gott den Kämpfen eines so ruhmreichen Heeres den Sieg bald verleihen werde. Was uns in dieser Zuversicht bestärkt, das ist die rüstige Kraft des Wortes vom heiligen Karl, die wir fortdauern sehn bis zum heutigen Tag und die maßlose Geister im Zügel hält und das Herz im heiligen Vorsatz, alles in Christus zu erneuern, bestärkt.”

Die letzten Tage des Heiligen

Mitte Oktober 1584 zog sich der hl. Karl auf den Heiligen Berg bei Varallo zurück. Dieser stellte durch die bildliche Darstellung der Leidensszenen in vielen Kapellen eine lebendige Erinnerung an den Kalvarienberg dar. Der Heilige widmete täglich sechs Stunden der Betrachtung des Leidens Christi und der anschließenden Anbetung des Allerheiligsten. Erst am 28. Oktober 1584 verließ der Erzbischof wieder Varallo, um in Ascona das dortige Kolleg zu eröffnen. Zum Allerheiligenfest wollte er wieder in Mailand sein, aber ein heftiges Fieber, das ihn schon auf dem Heiligen Berg in Varallo mehrmals befallen hatte, erneuerte sich, weshalb er nur bis Arona kam. Dort feierte er sein letztes heiliges Meßopfer. Erst am 2. November kam er schließlich in Mailand an, wo sich die Erkrankung so verschlechterte, daß die Ärzte ihn aufgaben. Am Abend des 3. November 1584 erlag der hl. Karl einem heftigen Fieberanfall und starb erschöpft und von Krankheit gezeichnet mit 46 Jahren am 3. November 1584. Seine letzten Worte waren: „Siehe, Herr, ich komme.“ Die ganze Stadt trauerte um den Heiligen, so daß in den folgenden Tagen eine schier endlose Menschenschlange an dem aufgebahrten Erzbischof vorbeizog. Am aufgebarten Sarg gab es ein solch großes Gedränge, daß man eine Wand durchbrechen mußte, um einen eigenen Ausgang für die vielen Trauernden zu schaffen. Beigesetzt wurde der hl. Karl Borromäus in der Krypta des Mailänder Doms. Die lebendige und besondere Verehrung des Volkes für den verstorbenen Heiligen zeigte sich sogleich, so daß das erste Jahresgedächtnis seines Todes schon als hoher Feiertag begangen wurde. Im Jahre 1602 erfolgte die Seligsprechung, 1610 wurde er von Papst Paul V. heiliggesprochen. Sein Gedenktag wurde auf den 4. November festgelegt. Papst Gregor XIII. rief bei der Nachricht vom unerwarteten Tod des Heiligen aus: „Eine Leuchte ist erloschen!“

Ludwig Freiherr von Pastor faßt seine Gedanken zum Leben des Heiligen Karl folgendermaßen zusammen: „So steht der Kardinal von Mailand in der Stählernen Folgerichtigkeit seines Wesens vor den Augen der Mit- und Nachwelt als einer der Großen, die alles darangaben, um alles zu finden, die auf die Welt verzichteten und dann gerade durch ihren Verzicht eine unermessliche Wirksamkeit auf die Welt sich eröffneten. Abgesehen von dem Stifter des Jesuitenordens hat keine Persönlichkeit die katholische Wiedergeburt so tief und nachhaltig beeinflußt wie Carlo Borromeo. Wie seine riesengroße Statue bei Arona gleich einem segnenden Apostel hinabschaut auf die Gefilde eines der schönsten Landstriche Italiens, so geht von seiner überragenden Geistesgröße noch heute eine Flut von Segen aus.“

Möge dieser reichliche Segen des Heiligen uns in den gegenwärtigen geistigen Wirren im katholischen Glauben stärken und unseren Willen in allen Prüfungen so unüberwindlich fest machen, daß wir trotz unserer Schwachheit mit dem Heiligen das ewige Ziel erreichen dürfen. Der hl. Karl hat einmal die tröstlichen Worte gesprochen: „Ich gestehe: Wir alle sind schwach. Aber Gott, der Herr, hat uns Mittel gegeben, die uns helfen können, wenn wir nur wollen.“

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