Auf dem Weg zur Welteinheitskirche

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Ein theosophisches Bulletin, verfügbar am Sitz des Lucis Trust, bezeichnete Hock als „einen großen Arbeiter mit der Energie des siebten Bereichs, d.h. der Organisation“. Das ist jedoch nur ein verharmlosende Beschreibung der wahren, theosophischen Wirklichkeit, denn die Theosophie lehrt, daß die Energien des siebten Sektors, d.h. die vom 7. Bereich auf die Anhänger verteilten Gnaden, nicht so sehr mit der Organisation, sondern mit der Beschwörung, der Magie und dem okkulten Ritual identisch sind.

Die von Hock gegründete „zwischen Chaos und Ordnung schwebende Allianz“ (Chaordic Alliance – Dieser unklare Ausdruck kommt aus der Verbindung von „Chaos“ und „Order“ (Ordnung). Beide Begriffe führen uns ganz von selbst zu dem nicht gerade zufälligen Wahlspruch des höchsten Grades des schottischen Freimaurerritus „Ordo ab Chaos“ (die Ordnung nach dem Chaos).) wurde im Jahre 1997 zur „Chaordic Commons of Terra Civitas“ (was in etwa „Chaordische Gemeinschaften des Staates Erde“ bedeutet oder etwas einfacher ausgedrückt: „Der Staat Erde“). Die Bezeichnung „Terra Civitas“ erinnert an den irdischen Staat, den der heilige Augustinus dem himmlischen Staat gegenüberstellt, welcher das wahre Ziel des Menschen ist, nach dessen Vorbild es gilt, den Staat auf Erden einzurichten. Terra Civitas dagegen ist auf allen Gebieten aktiv, um Individuen und Organisationen in einer harmonischen Bemühung miteinander zu verbinden, um „wirksamere und angemessenere Ideen der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Organisationen zu verbreiten“. Sein Verwaltungsrat, an dessen Spitze Hock steht, zählt zu seinen Mitgliedern Richard Perl, verantwortlicher Mitarbeiter einer Investitionsfirma in New York, John W. McDonald, ein amerikanischer Botschafter in verschiedenen europäischen Ländern und in den Konferenzen der UNO, Harlan Cleveland, Mitglied des C.F.R. (Council on Forcign Relations), Rhodos Scholar, Mitglied bei den Bilderbergern, im Club of Rome, dem Aspen Institut und dem I.I.S.S. von London. Hock schlägt seine Schlacht mit Hilfe der radikalen Umweltschützer, welche die „Initiative zur Vereinigung aller Religionen“ leiten; aber auch die mit dem Lucis Trust verbundenen Gruppen unterstützen ihn aktiv.

Alles folgt logisch aufeinander

Der lange Weg vom „Tempel der Vernunft“ über unzählige ökologische Vereine bis hin zur „Initiative zur Vereinigung aller Religionen“ ist letztlich doch nur eine Abfolge genau vorausgeplanter Einzeletappen. Frank Buchman (1878-1961), ein überzeugter Mondialist mit Verbindungen zur Cecil Rhodes Stiftung, Gründer der „moralischen Aufrüstung“ (Moral Re-Armament), einer Bewegung, die mit einigen anderen der Entstehung des Weltkirchenrates vorangehen sollte, verkündete an dem schon lange verflossenen Pfingstfest 1935, die Fülle der Zeiten sei gekommen, daß: „(…) eine geistige Macht auftrete, welche die Menschennatur verändert und Völker und Menschen erneuert. Eine geistliche und von allen akzeptierte Autorität muß überall entstehen. Nur auf diese Weise wird in den nationalen und internatio­nalen Angelegenheiten aus dem Chaos die Ordnung entstehen“. Buchman schrieb: „Die englische Arbeiterbewegung und die ‘moralische Aufrüstung’ haben denselben Ursprung, nämlich East Ham, und atmeten dieselbe Luft. Die «moralische Aufrüstung» ist eine revolutionäre Bewegung (…) man bedenke den Einfluß auf die Arbeiterwelt im Sinne von Keir Hardie (…) genauso entstand die englische Gewerkschaftsbewegung aus einer geistigen Erneuerung“. [F. Buchman. Die Reform der Welt (Orig.: Refaire le Monde). Paris, La Compagnic du Livrc, 1949. S. 76, mit einem Vorwort von Robert Schuman]. Keir Hardie war Mitgründer der Fabian-Gesellschaft (Fabian-Society).

Schon im Jahre 1949 schrieb Yves Marsaudon, eine Autoritätsperson vom 33. Grad der Freimaurer und oberster Großkommandeur des Höchsten Rates von Frankreich, der mit Papst Johannes XXIII. freundschaftlich eng verbunden war, zum Thema der Einheit aller Religionen: „Zu Beginn der ersten ökumenischen Kongresse waren unsere angelsächsischen und skandinavischen Brüder durch ihre Intervention entscheidend und ihre Tätigkeit zielte unaufhörlich weiter in die Richtung der christlichen Einheit“ (…); außerdem erklärte er in unbestreitbarer Weise den Sinn dieser Einheit: „Katholisch, orthodox, protestantisch, jüdisch, mohammedanisch, hinduistisch, buddhistisch, freidenkerisch und freigläubig sind nur (verschiedene) Vornamen, Freimaurer (allein) ist der Nachname“ (Y. Marsaudon. „Der Ökumenismus aus der Sicht eines traditionellen Freimaurers“ (Orig.: L’Oecumenisme vu par im Franc-Macon de Tradition). Paris, Verl. Vitiano, 1964, S. 131).

Wir schließen diese kurze Darstellung mit dem Zitat aus einem bedeutungsvollen Buch, das ein freimaurerischer Verlag veröffentlicht hat; der Autor ist der berühmte Ordenspriester Rosario Esposito, Professor an verschiedenen päpstlichen Universitäten und ein glühender Verteidiger der Freimaurerei: „(Wenn) zwei Größen einer dritten und untereinander gleich sind, und wenn diese drei Größen in diesem Falle gerade die Freimaurer, die UNO und die Kirche ausmachen, dann können wir daraus ableiten, daß die Kirche des Zweiten Vatikanischen Konzils und die Freimaurer von nun an ein und dieselbe Sache darstellen“ (Rosario F. Esposito. Die tieferliegenden Übereinstimmungen von Kirche und Freimaurerei, Florenz, Verl. Nardini. 1987, S. 197 (die italienische Originalfassung bisher nicht übersetzt)).

Wenn man die Tatsachen nüchtern überdenkt, kann man Rosario nur Recht geben. Dazu noch ein weiterer Zeuge: „Man darf mit großer Dankbarkeit gegenüber dem Geist der Wahrheit sagen, daß das II. Vatikanische Konzil eine segensreiche Zeit gewesen ist, während der die Grundvoraussetzungen für die Teilnahme der katholischen Kirche am ökumenischen Dialog verwirklicht wurden. Auf der anderen Seite haben die Anwesenheit der zahlreichen Beobachter verschiedener Kirchen und kirchlicher Gemeinschaften, ihre starke Einbeziehung in das Konzilsereignis und die vielen Begegnungen und gemeinsamen Gebete, die das Konzil ermöglicht hat, zur Schaffung der Bedingungen beigetragen, um den gemeinsamen Dialog aufzunehmen. Die Vertreter der anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften haben während des Konzils die Bereitschaft zum Dialog seitens der katholischen Bischöfe der ganzen Welt und insbesondere des Apostolischen Stuhles erfahren.“

Und weiter: „Das Konzil ist – wie der Advent – der große Anfang jenes Weges, der uns an die Schwelle des dritten Jahrtausends führt. Angesichts der Bedeutung, die die Konzilsversammlung dem Bemühen um die Wiederherstellung der Einheit der Christen beigemessen hat, schien es mir in diesem unserem Zeitalter ökumenischer Begnadung notwendig, die Grundüberzeugungen, die das Konzil dem Gewissen der katholischen Kirche eingeprägt hat, dadurch zu bekräftigen, daß ich diese Grundsätze im Lichte der Fortschritte in Erinnerung brachte, die inzwischen auf dem Weg zur vollen Gemeinschaft aller Getauften erzielt worden sind.“ Der werte Leser darf nun raten, vom wem diese zwei letzten Texte stammen.

Schlußurteil aus prophetischer Sicht

Als Abschluß soll die behandelte Sachlage noch einmal in prophetischer Schau betrachtet werden, denn oft sieht man aus der „Ferne“ die Zusammenhänge besser und klarer als aus der „Nähe“:

„Sie bauten eine große, wunderliche, tolle Kirche, da sollten alle darin sein und einig und mit gleichen Rechten, evangelisch, katholisch und alle Sekten, und es sollte ein wahre Gemeinschaft der Unheiligen sein und ein Hirt und eine Herde werden. Es sollte auch ein Papst sein, er sollte aber gar nichts besitzen und besoldet werden. Es war alles vorbereitet und vieles fertig; aber wo der Altar war, das war es wüst und gräulich. Das sollte die neue Kirche werden, und so steckte er das Haus der alten Kirche an“ (Vision von A.K. Emmerich im April 1823).

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