Auf dem Weg zur Welteinheitskirche

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Die Schlußerklärung dieser ungewöhnlichen Konferenz in den Gewölben des Vatikans unter dem Vorsitz von Johannes Paul II. faßte schließlich die neu gewonnen Erkenntnisse folgendermaßen zusammen: „Wir haben uns zu Herren über die Natur aufgeschwungen, als ob wir ihre Eigentümer wären, und diese Anmaßung ist der erste Grund für die gegenwärtige Krise in der Ökologie“. In unserer Arbeit für die Wiederherstellung der Harmonie und des Lebens in der Gemeinschaft „müssen wir zunächst unsere zerstörerischen Handlungen bereuen und sodann den Wandel des Paradigmas vom anthropozentrischen zum bio- und ökozentrischen Muster bewirken“.( Vgl. Le Rovaunie-documents, 5/1995, S. 183. „Der Paradigmawechsel“ (paradigm shift) ist ein der Sprache des Tavistock-Instituts entlehnter Ausdruck; dieses die Weltregierung anstrebende Laboratorium in Großbritannien beschäftigt sich mit Sozialpsychologie, um einen allgemeinen Wechsel in der Geisteshaltung oder den Werten der Gesellschaft zu kennzeichnen.) – „Nicht die Herrschaft des Menschen über Natur und Kosmos ist zu propagieren, sondern die Gemeinschaft mit Natur und Kosmos zu kultivieren“, so heißt es wiederum vollkommen übereinstimmend in der Erklärung zum Weltethos.

Man sollte als Katholik nicht aus dem Auge verlieren, daß die „Weltkonferenz für Religion und Frieden“ immerhin die halbamtliche Verbindung des Vatikans zu interkonfessionellen Gruppen ist, die wie die „Initiative für die Vereinigung aller Religionen“ die Leitidee der Welteinheit befürwortet, während der Päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog der offizielle Kanal bleibt. Das Hauptquartier der „Weltkonferenz für Religion und Frieden“ liegt interessanterweise nicht in Rom, sondern hat die Nummer 777 (erinnert uns das an etwas? Vielleicht gar an das Motu proprio Summorum Pontificum Benedikts XVI., das am 07.07.07 erschienen ist?) des UNO-Platzes in New York, wo dann auch mit der UNO, der UNESCO und der UNICEF eng zusammengearbeitet wird.

Sicher nicht zufällig beschloß auch die „Initiative zur Vereinigung aller Religionen“, ihren Sitz von San Francisco nach New York zu verlegen, nachdem sie im Oktober 1999 ein Geschenk von 1,9 Millionen Dollar aus dieser „Zone“ erhalten hatte“. (Der Artikel von Lee Penn, einem ehemaligen, zum Katholizismus konvertierten Episkopalisten, trägt den Titel: Die Initiative für die Vereinigung aller Religionen: Die Gründung einer Weltreligion (Originaltitel: The United Religions Initiative: Foundations for a World Religion), dritter Teil einer Serie; im „Journal of the Spiritual Counterfeits Project“ (Zeitschrift gegen den geistigen Betrug. Der S.C.P. ist eine Organisation, die seit dem Jahre 1973 gegen Okkultismus und die New Age Bewegung arbeitet) Berkeley/Kalifornien. Frühjahr 2000. Die Studien von Lee Penn über die U.R.I. sind über die Internet-Adresse der S.C.P. erhältlich www.scp-inc.org (6/2000).) Zwei Monate später lud die theosophische Gesellschaft dieser Stadt unter der Führung des Großmeisters der lokalen Freimaurer, Andy Nesky, W.E. Swing ein, die „Charta“ den Logenbrüdern zu erklären. In der Zwischenzeit erfuhr die Öffentlichkeit, daß die U.R.I. – genau gesagt der innere Kreis der Welteinheitskirche – im Juni 2002 den Status einer weltweiten Organisation einzunehmen gedachte, um im Jahre 2005 voll operationsfähig zu sein. Dieser Termin ist identisch mit dem Datum der vollständigen Neuernennung des aktuellen Sicherheitsrates der UNO.

Die „Initiative für die Vereinigung aller Religionen“ (U.R.I.) und die Theosophie

Die theosophische Nebenbedeutung der neuen Organisation tritt nicht nur hervor, wenn sie die Schaffung von neuen Festen für die Menschheit ankündet, wie z.B. die „Feste der Sonnenwende“ und die „Feiern der Tagundnachtgleiche“, sondern auch dann, wenn ihre Mitglieder eine Anspielung auf die gläubigen Katholiken machen, welche der ewig gültigen Lehre treu bleiben und daher als Fundamentalisten verschrien werden.

Der Sekretär der Leitung der U.R.I., der „Reverend“ Paul Chafee aus San Francisco, bestätigte im Verlauf einer Tagung, welche 1997 in der schon erwähnten „Gnadenkathedrale“ stattfand, mit großer Entschiedenheit: ,,Wir dürfen uns in einer so kleinen Welt keinen Fundamentalismus erlauben“. Eine andere bedeutende Persönlichkeit der U.R.I. trieb diese Aussage noch weiter und meinte: „Der Fundamentalismus kommt von der Furcht und der Unwissenheit“. In der Schlußansprache schließlich verurteilte der einflußreiche Robert Muller die „starren fundamentalistischen Religionssysteme, welche in den Weltkonflikten eine stimulierende Rolle spielen“. Und er führte den Gedanken noch weiter aus: „Der Friede ist nur dann möglich, wenn die Vereinigung aller Religionen den Fundamentalismus zähmt, denn sie bekennt die Fülle des Glaubens einzig in einer weltweiten (globalen) Spiritualität und zum Heil und Wohlergehen unseres Planeten“.

Wir verstehen den Sinn dieser Aussage noch besser, wenn wir bedenken, daß bedeutende Vertreter dieser Organisation, wie B.M. Hubbard oder W.E. Swing, zu den sicheren Kriterien, den fundamentalistischen Geist zu erkennen, die Praxis der Proselytenmacherei (also die gezielte Missionierung und Bekehrung Andersgläubiger) zählen. Denn dies sei unbestreitbar ein Ausdruck der Intoleranz gegenüber der Wahrheit des Nächsten.

Spätestens bei solchen Aussagen müßte bei den Katholiken der Groschen fallen. Denn der Sache nach geurteilt, welchen größeren Fundamentalisten gibt es auf Erden als Jesus Christus? Anstatt zu verlangen, an Zahl klein zu bleiben, niemanden zu bekehren und die Erde nicht untertan zu machen, anstatt zu verkünden, daß Spatzen mehr wert sind als Apostel, anstatt ausschließlich von vegetarischer Kost und nicht von Lammfleisch oder Fisch sich zu ernähren, gebietet Er vielmehr seinen Jüngern mit göttlicher Vollmacht: „Geht hin in alle Welt und verkündet das Evangelium aller Kreatur! Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Mark 16,15f).

Da unser Herr Jesus Christus offensichtlich für andere Glaubensrichtungen keine Toleranz im Sinne des heutigen Ökumenismus hat und ihnen keine heilsvermittelnden Werte zuerkennt wie das Vatikanum II, befiehlt Er Seinen Aposteln die Verbreitung seiner Botschaft bis an die Grenze der Erde, bis zum Ende der Zeiten und bis zum Martyrium, damit durch den Glauben die Menschen Seiner würdig würden, denn: „Ein jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel; wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel“ (Matth 10,32f).

Die Finanzierung der Initiative für die Vereinigung aller Religionen

Eine unerläßliche Hilfe für eine weltweite Autorität ist die eine Weltreligion, welche mit ihrem gnostischen Geist die Universelle Republik durchdringen soll; statt dieses veralteten Begriffs verwendet man heute die sprachliche Neubildung Weltregierung (Global Governance). Der Sinn, den die UNO diesem Begriff verleiht, steht offiziell in dem 1995 an die Vollversammlung gerichteten Referat mit dem Titel: Unsere globale Nachbarschaft. Es geht darum, die Leitung des Planeten nicht nur durch die Regierungsinstitutionen, sondern auch durch nicht zur Regierung gehörende Organisationen, die multinationalen Konzerne, den allgemeinen, weltweiten Kapitalmarkt und die Kommunikationsmittel auf planetarer Ebene zu bewerkstelligen. Wenn sodann die gemeinsamen Werte der Völker auf dieselbe Ebene gestellt sind, dann muß man die Völker entmilitarisieren und den Bürgern die Waffen nehmen, während „eine Gruppe von Personen, welche im Namen aller Nationen handeln, das universelle Erbgut verwaltet (…). Es ist nun an der Zeit, eine weltweite Institution zu schaffen, die fähig ist, auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet und dem der Umwelt die (entscheidende) Führungsrolle zu übernehmen (…)“.

Die Struktur der „Initiative für die Vereinigung aller Religionen“ mußte folglich anderen, gleichartigen Organisationen nachgebildet werden. Unter den dabei Helfenden finden sich die üblichen, uns inzwischen bekannten, aber auch etliche neue Namen, die auf den Ruf von Swing antworteten, um die zehn Millionen Dollar Ausgaben zwischen 1999 und 2001 zu decken.

Zu diesen neuen Namen zählen Georges Soros, der großzügige Wohltäter der Organisationen zur Drogenverbreitung und zur Hilfe beim Selbstmord; weiterhin Richard Blum, der Vorsitzende der Blum Kapital-Partner und ein nahestehender Freund des Dalai Lama. Er ist Präsident der amerikanischen Himalajastiftung (American Himalayan Foundation). Verheiratet mit der amerikanischen Senatorin aus Israel, Dianne Feinstein, war er von 1979 bis 1988 Bürgermeister von San Francisco und Mitglied der Bilderberg Gruppe und der Trilateralen. Hinzu kommt noch eine unvorhergesehene Persönlichkeit, Dee Hock. Sein Name ist bekannt in Verbindung mit der Visakreditkarte. Dieser Mann sollte nicht einfach kommentarlos übergangen werden.

Dee Hock lernte im Jahre 1997 auf dem „Forum zur Weltlage“ (State of the World Forum) von San Francisco Barbara M. Hubbard kennen. Sie stellte ihn dem „Bischof“ Swing und der „Initiative für die Vereinigung aller Religionen“ vor, wo er schnell Zugang zur leitenden Gruppe fand. Barbara Hubbard, die Seele der U.R.I., erhält wie auch Matthew Fox, ein anderer markanter Vertreter derselben Organisation, die notwendigen Geldmittel von dem im Jahre 1910 geborenen Laurance Spellman Rockefeller, einem Ökologiebruder des noch berühmteren David Rockefeller, und von dem „Kapital für die Höherentwicklung des menschlichen Geistes“ (Fund for the Enhancement of the Human Spirit). Barbara Hubbard hat viele Bücher verfaßt. In einem ihrer Werke nennt sie Rockefeller ihren „lieben Mäzen“, und in einer anderen Schrift meint sie, daß Rockefellers „Anschauung zum Thema des Christen im XXI. Jahrhundert“ sie tief beeindruckt habe. Zusätzlich wollen wir noch daran erinnern, daß Rockefeller auch die „Lindisfarne Association“ unterstützt, eine Ökologie-Organisation des Lucis Trust (ursprgl. „Lucifer’s Trust“), und ebenso die Mühen von J. Parks Morton, David Spangler und anderen Gestirnen am Firmament des sogenannten Neuen Zeitalters, des „New Age“.

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